„Führung, Leistung und Gesundheit in der digitalisierten Arbeits- und Privatwelt“

 

Das Curriculum besteht aus folgenden miteinander verzahnten Elementen:

 

  • Im ersten Seminar erlernen die Teilnehmer im Kollektiv etliche Verhaltensweisen zum Selbstmanagement und zur Work Life Balance mit Blick auf die Digitalisierung. Am Ende des Seminars nimmt sich jeder Teilnehmer zwei bis drei Dinge vor, die er konkret und nachhaltig umsetzen will. Er sucht sich einen „Wadenzwicker“, der ihn wiederholt daran erinnert.
  • Bis zum zweiten Seminar wird er zusätzlich mit Bezug auf seine Stärken/Schwächen sowie seine besondere berufliche und private Situation via Skype gecoacht.
  • Im folgenden Seminar werden die Erfahrungen mit den individuellen Bemühungen abgefragt. So lernt das Kollektiv aus individuellen Fehlern und Erfolgen. Anschließend werden die Inhalte zur Kommunikation mit Blick auf die Digitalisierung wiederum im Kollektiv vermittelt, und die o. g. Vorgänge wiederholen sich.
  • Durch dieses Vorgehen über sechs Seminare hinweg soll erreicht werden, dass:
    • Die Teilnehmer im Wechsel von kollektiv und individuell von den Trainern und wechselseitig voneinander lernen. Gute Erfahrungen anderer Teilnehmer wirken meist besonders glaubwürdig.
    • Verhaltensveränderungen nicht so schnell versanden sondern Schritt für Schritt nachhaltig in Fleisch und Blut übergehen
    • Die Teilnehmer in der Lage sind, ihr erworbenes Wissen und ihre konkreten Erfahrungen damit in der jeweiligen Organisation weiter zu vermitteln.

 

 

Sinn und Zweck des Curriculums

Durch den rasanten Fortschritt in den Informations- und Kommunikationstechnologien, der Gen- sowie der Nanotechnik ändert sich unsere Arbeits- und Privatwelt (Stichwort: Digitalisierung) durch eine gigantische Zunahme an Dynamik und Komplexität (Dynaxität) in einer Weise, dass die menschliche Entwicklung und die der sozialen, rechtlichen und politischen Systeme kaum noch Schritt halten können. Das Schlagwort „VUCA“ (Volatility, Uncertainty, Complexity, Ambiguity“) deutet darauf, dass es immer schwieriger wird, unter Unsicherheit, Unberechenbarkeit, Intransparenz, Kontrollverlusten etc. zu führen sowie Leistung und Gesundheit in Balance zu halten.

 

Wie können (angehende) Führungskräfte schnell und effizient lernen, die folgenden, sich durch die Digitalisierung deutlich verändernden Verhaltensfacetten dem technischen Fortschritt anzupassen und dennoch Lebensqualität und Gesundheit zu optimieren?

  • Selbstmanagement
  • Kommunikation
  •  Führung und Organisation
  •  Sozial- und Teamkompetenz
  • Umgang mit Komplexität und Dynamik
  • Changemanagement

 

Es genügt nicht, in wenigen Tagen Wissen aufzusaugen. Entscheidend ist die nachhaltige Umsetzung, die durch Vornahmen, Patensysteme und begleitendes externes Coaching zwischen den Seminaren gelingen soll.

In den Seminaren wird eine Kombination von Wissensinhalten aus Psychologie, Betriebswirtschaft, Philosophie, Medizin und Hirnforschung vermittelt.

 

 

Baustein 1: „Selbstmanagement und Work Life Balance in der digitalen Arbeits- und Privatwelt“

Ziel: Die Teilnehmer sind in der Lage, die wachsenden Anforderungen zu bewältigen und dennoch genügend resilient zu werden, um eine optimale Lebensqualität und Gesundheit zu verwirklichen.

Inhalte: Entnetzung und Entschleunigung, Zeitmanagement und Biorhythmus, Stationen der Körper-, Geistes-, Lebens- und persönlich sozialen Welt, Stressbewältigung und diverse Balancen von Arbeits- und Privatleben, heutige Lebensweisen im Abgleich mit der menschlichen Natur.

Methoden: Lehrgespräche, Gruppenarbeit und -diskussion, Rollenspiele

 

 

Baustein 2: „Kommunikation in der digitalen Arbeits- und Privatwelt“

Ziel: Die Teilnehmer sind in der Lage, klar in der Sache und wertschätzend zur Person mit modernen Medien umzugehen und negative Facetten wie Shitstorms, Cybermobbing, unnötige Datenpreisgabe etc. zu vermeiden.

Inhalte: Modernes, zu neuen Medien passendes Kommunikationskonzept, (unethische) Kommunikation, Balance von Face to Face und Screen to Screen, Handysucht und andere kommunikative Fehlentwicklungen.

Methoden: Lehrgespräche, Gruppenarbeit und -diskussion, Rollenspiele, Kommunikationsübungen.

 

 

Baustein 3: „Führung und Organisation in der digitalen Arbeitswelt“

Ziel: Die Teilnehmer können transformational, teamorientiert und effizient unter immer dynaxischeren Bedingungen führen, motivieren und erwünschtes Verhalten nachhaltig durchsetzen.

Inhalte: Transaktionale und transformationale Führung, Perturbation, Motivation und Volition, Balancen zwischen autokratisch und demokratisch, Führung unter Unsicherheit und Intransparenz.

Methoden: Lehrgespräche, Gruppenarbeit und -diskussion, Rollenspiele, Planspiele.

 

Baustein 4: „Sozial- und Teamkompetenz in der digitalen Arbeits- und Privatwelt“

Ziel: Die Teilnehmer widerstehen etlichen Entfremdungsprozessen durch die Digitalisierung und gehen sozial intelligent und sozial verantwortlich mit ihren Mitmenschen um. Sie verstecken sich nicht in der Anonymität.

Inhalte: Synegoismus, soziale und emotionale Intelligenz mit zahlreichen Facetten von Spiegelneuronen über Ausstrahlung und Biologie der Sozialität bis zur Manipulation, Vertrauens-Fehlerlern-Lern-Innovations-Gesundheitskultur

Methoden: Lehrgespräche, Gruppenarbeit und -diskussion, Rollenspiele, Emotionalisierungsübungen.

 

 

Baustein 5: „Umgang mit Dynamik und Komplexität in der digitalen Arbeits- und Privatwelt“

Ziel: Die Teilnehmer sind besser in der Lage, Komplexität zu bewältigen und sich krank machendem Beschleunigungsdruck zu entziehen.

Inhalte: Möglichkeiten von Heuristiken, Rationalität und Intuition, individuelle Komplexitätsbewältigung und solche durch Teams bzw. Gruppen. Vor- und Nachteile von „Selber Denken“ und Computerprogrammen. Hirnveränderungen durch IT – Nutzung.

Methoden: Lehrgespräche, Gruppenarbeit und -diskussion, Rollenspiele, Planspiele.

 

 

Baustein 6: „Changemanagement zur Digitalisierung“

Ziel: Die Teilnehmer kennen die wesentlichen Facetten der Digitalisierung und sind in der Lage entsprechende Prozesse in ihrem Unternehmen zu steuern.

Inhalte: Die Facetten der Digitalisierung aus verschiedenen Perspektiven (wirtschaftliche, psychologische, rechtliche, medizinische, pädagogische etc.), Disruptionen und Geschäftsmodelle, systemverträgliche Organisationentwicklung früher und zukünftig unter Digitalisierungsbedingungen.

Methoden: Lehrgespräche, Gruppenarbeit und -diskussion, Rollenspiele, Übung der Schritte entlang des roten Fadens der systemverträglichen Organisationsentwicklung.

 

 

Digitalisierung, Führung, Leistung und Gesundheit

Ziel: Die Teilnehmer erhalten Orientierung über die Digitalisierung in ihren vielfältigen Facetten und deren Zusammenhänge mit Führung, Leistung und Gesundheit.

Inhalte: Struktur der Digitalisierung durch verschiedene Perspektiven (ethische, ökonomische, technische, soziale, kulturelle, rechtliche, kommunikative, psychologische, medizinische), Veränderungen in Führungs- und Organisationsprozessen (Change Management), Organisationskultur, Leistung und Motivation sowie (Fehl)Beanspruchungen und „digitale Krankheiten“. Beziehungen zwischen Organisations-, Personalentwicklung und Personalpflege.

Methoden: Vorträge, Diskussionen, Gruppenarbeiten, Erarbeiten von Szenarien zur konkreten Digitalisierung im Unternehmen.

 

 

Durchführung:

Februar 2019: Zwei Tages – Seminar (intern/ extern) oder vier Halbtagessequenzen (intern)

 

Kosten:

Teilnehmergebühren für das Seminar 6 x 1.600,00 Euro zzgl. Hotelkosten sowie der gesetzlichen MwSt.

 

 

 

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